Am 05. März 2026 hat bei Velvety erstmals der Day of New Ideas stattgefunden. Das ist ein Format, das bewusst mit der täglichen Routine bricht.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht „Kreativität um der Kreativität willen“, sondern ein sehr konkreter Anspruch:
Neue Produktideen sollten so entwickelt werden, dass sie realistisch umsetzbar sind, sich nahtlos in bestehende Prozesse integrieren lassen und auf unseren vorhandenen Produktionsanlagen produziert werden können. Gleichzeitig ging es darum, nicht nur Ideen zu generieren, sondern diese auch direkt in ein marktfähiges Konzept zu übersetzen.
Das bedeutete konkret:
Jede Idee musste beantworten können, für wen das Produkt gedacht ist, welchen konkreten Nutzen es bietet und warum es tatsächlich gekauft wird. Ergänzt um die Frage, wie es produziert, verpackt und vertrieben werden kann.
Denn genau an dieser Schnittstelle scheitern viele Innovationsprozesse – nicht an der Idee selbst, sondern an der fehlenden Verbindung zur operativen Realität und zum Markt.

Der Start: Energie statt Leerlauf
Der Tag begann bewusst unkonventionell, mit drei kurzen Aufwärmübungen, unter anderem aus dem Lachyoga.
Ziel war es, von Anfang an eine offene und dynamische Atmosphäre zu schaffen und alle Beteiligten aus dem gewohnten Arbeitsmodus herauszuholen.
Und ja, auch ein Stück weit aus der Komfortzone. 😊
Der Effekt war unmittelbar spürbar: Die Einstiegshürde war schnell überwunden, die Gruppe war präsent und die ersten Diskussionen entstanden ganz von selbst.
Phase 1: Verstehen, was wirklich funktioniert
Zur Vorbereitung brachte jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein persönliches Lieblings-Kosmetikprodukt mit.
Die zentrale Frage dahinter:
Warum funktioniert dieses Produkt wirklich?
Die Antworten wurden gesammelt, diskutiert und anschließend strukturiert geclustert. Dabei wurde schnell deutlich, dass erfolgreiche Produkte selten nur über ihre Inhaltsstoffe definiert werden.
Viel entscheidender sind Faktoren wie:
- einfache und intuitive Anwendung
- ein angenehmes Hautgefühl
- Zeitersparnis und Convenience
- etablierte Routinen und Gewohnheiten
- sowie eine tatsächlich wahrnehmbare Wirkung
Auch Trends spielten eine Rolle, insbesondere Impulse aus Korea und Japan, die aktuell viele Produktkonzepte und Routinen beeinflussen.

Phase 2: Wo liegt das echte Problem?
Im nächsten Schritt wurde bewusst die Perspektive gedreht:
Was stört an Kosmetik? Was nervt in der täglichen Routine?
Die Antworten zeigten ein klares Bild:
- ein Überangebot an Produkten
- zunehmend komplexe Routinen
- hoher Zeitaufwand
- und die Erwartung, dass Anwender:innen sich immer stärker mit Inhaltsstoffen und Anwendung beschäftigen müssen
Natürlich wurde auch unser Hauptthema der Festen Produkte diskutiert. Hier wurden die konkreten Hausforderungen diskutiert: wie erfolgt die Aufbewahrung, wie werden diese Produkte benutzt, Transport auf Reisen, etc.
Diese ehrliche Analyse war entscheidend, denn erst durch das klare Verständnis der Probleme entstehen relevante und marktfähige Lösungen.
Phase 3: Von Ideen zu umsetzbaren Konzepten
Auf Basis der identifizierten Themenfelder bildeten sich vier Teams.
Die Aufgabenstellung war bewusst klar und gleichzeitig restriktiv formuliert:
Jedes Team entwickelte ein konkretes Produkt inklusive klar definiertem Kundennutzen, Verkaufskonzept, Marktbetrachtung sowie operativen Rahmenbedingungen wie MOQ, Verpackung und Produktionslogik.
Der entscheidende Punkt dabei:
Jede Idee musste realistisch sein und auf den bestehenden Maschinen und innerhalb der aktuellen Prozesse umsetzbar sein.
Dieser Filter war bewusst streng.
Viele gute Ideen sind genau daran gescheitert und genau das war gewollt.

Phase 4: Pitch & kritische Prüfung
Die erarbeiteten Konzepte wurden anschließend präsentiert und nicht nur vorgestellt, sondern konsequent hinterfragt.
Der Fokus lag klar auf der Validierung:
- Ist der Nutzen wirklich relevant?
- Gibt es eine klare Zielgruppe?
- Ist die Umsetzung technisch und operativ realistisch?
- Passt das Produkt zu unseren Stärken?
Dieser kritische Blick war zentral, denn nicht jede gute Idee ist auch eine umsetzbare Idee.
In diesem Fall jedoch konnten alle vier Konzepte überzeugen, sowohl inhaltlich als auch operativ.

Ergebnis: Vier Produkte mit klarer Umsetzungsperspektive
Am Ende des Tages standen vier vollständig ausgearbeitete Produktkonzepte.
Nicht als lose Ideen, sondern als durchdachte Ansätze mit klarer Positionierung, definiertem Nutzen und konkreter Umsetzungslogik. Für alle vier Produkte wurden bereits Timelines festgelegt, die Umsetzung ist eingeplant.
Innerhalb der nächsten sechs Monate werden diese Produkte auf den Markt kommen.

Fazit
Der Mehrwert dieses Formats lag nicht nur in den Ergebnissen, sondern im strukturierten Ansatz:
- Austausch zwischen Entwicklung, Vertrieb und weiteren Abteilungen
- Fokus auf reale Kundenbedürfnisse statt interner Annahmen
- Klare Verbindung zwischen Idee und operativer Machbarkeit
Oder anders gesagt:
Weniger theoretische Innovation, mehr Produkte, die tatsächlich auf den Markt kommen.
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