Shampoo, Duschpflege, Handseife und Bodylotion gehören in Hotels ganz selbstverständlich zum Gästeerlebnis. Weniger selbstverständlich wird in Zukunft allerdings sein, wie diese Produkte verpackt und bereitgestellt werden.
Mit der neuen europäischen Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) verändern sich die Anforderungen an Verpackungen in vielen Bereichen. Auch Hotels und andere Beherbergungsbetriebe sind davon betroffen. Vor allem klassische Einweg-Miniaturen, wie sie seit Jahrzehnten in Hotelbädern zu finden sind, geraten zunehmend in den Fokus.
Ab dem 1. Januar 2030 dürfen bestimmte Einwegverpackungen für Kosmetik-, Hygiene- und Toilettenprodukte im Beherbergungsbereich nicht mehr in Verkehr gebracht werden, wenn sie nur für eine einzelne Buchung vorgesehen sind und vor der Ankunft des nächsten Gastes entsorgt werden sollen.
Das bedeutet aber nicht, dass Shampoo, Duschpflege oder Seife im Hotel verschwinden. Vielmehr verändert sich die Verpackungslogik.
Und genau darin liegt auch eine Chance: Statt nur darüber nachzudenken, wie eine kleine Verpackung durch eine größere ersetzt werden kann, lohnt es sich, Produkt, Verpackung und Anwendung gemeinsam neu zu denken.
Was bedeutet die PPWR für Hotels?
Die Packaging and Packaging Waste Regulation (EU) 2025/40 trat am 11. Februar 2025 in Kraft und gilt grundsätzlich seit dem 12. August 2026 unmittelbar in den EU-Mitgliedstaaten.
Für Hotels ist insbesondere Artikel 25 in Verbindung mit Anhang V der PPWR relevant. Dort werden unter anderem Einwegverpackungen für Kosmetik-, Hygiene- und Toilettenprodukte im Beherbergungssektor erfasst, die für eine einzelne Buchung bestimmt sind und anschließend entsorgt werden sollen.
Als Beispiele nennt die Verordnung unter anderem kleine Shampoo-Flaschen, Hand- und Bodylotion-Flaschen sowie Sachets rund um Seifenstücke.
Entscheidend ist dabei die Unterscheidung zwischen Produkt und Verpackung:
Die PPWR verbietet nicht die Kosmetikprodukte selbst. Sie beschränkt bestimmte Einwegverpackungen und deren Verwendung.
Für Hotels bedeutet das, dass insbesondere die heute noch verbreiteten kleinen Hotel-Miniaturen neu bewertet werden müssen.
Die naheliegende Alternative sind größere Gebinde und nachfüllbare Flüssigspender. Aber sie sind nicht die einzige Möglichkeit.
Auch feste Kosmetik- und Pflegeprodukte können bei der Entwicklung neuer Konzepte eine interessante Rolle spielen.
Feste Pflegeprodukte als Alternative zu klassischen Flüssigprodukten
Bei Shampoo, Duschpflege oder Handwaschprodukten denken die meisten zunächst an Flüssigprodukte. Dabei lassen sich viele dieser Anwendungen auch als feste Produkte umsetzen.
Der Unterschied liegt nicht nur in der Konsistenz.
Flüssige Kosmetikprodukte enthalten üblicherweise einen hohen Wasseranteil. Bei festen beziehungsweise wasserreduzierten Produkten kann deutlich konzentrierter gearbeitet werden. Dadurch verändert sich auch, wie ein Produkt gelagert, transportiert, nachgefüllt und schließlich angewendet werden kann.
Gerade für Hotels und andere professionelle Anwender eröffnet das neue Möglichkeiten.
Feste Produkte können beispielsweise dazu beitragen, einzelne Verpackungseinheiten zu reduzieren. Gleichzeitig sind sie kompakt und können gegenüber vergleichbaren Mengen wasserreicher Flüssigprodukte weniger Lager- und Transportvolumen benötigen.
Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Ein festes Produkt muss nicht zwingend als klassisches, einzeln verpacktes Seifenstück gedacht werden.
Es kann Teil eines Refill- oder Dispenser-Konzepts sein.
Damit stellt sich nicht mehr nur die Frage: „Welche Verpackung verwenden wir künftig?“, sondern vielmehr:
Wie können wir Shampoo, Duschpflege oder Handseife mit möglichst wenig Verpackung sinnvoll und komfortabel für den Gast bereitstellen?
LESSEAU: Eine innovative Lösung für feste Pflegeprodukte
Ein Beispiel dafür ist das LESSEAU Dispenser-System.
LESSEAU verbindet feste Pflegeprodukte mit einem wiederverwendbaren Dispenser. Dabei steht nicht nur die Funktion im Vordergrund: Durch sein modernes Design kann der Dispenser auch bewusst als Style- und Designelement im Hotelbad eingesetzt und in das jeweilige Interior-Konzept integriert werden.
Der feste Produkt-Bar wird in den Dispenser eingesetzt und bei der Anwendung portionsweise ausgegeben. Je nach Modell funktioniert dies manuell oder bei automatischen LESSEAU Dispensern berührungslos über einen Sensor.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Ergiebigkeit der festen Produkte. Im Handwaschbereich ermöglicht eine LESSEAU Soap Bar laut Hersteller mehr als 350 Handwäschen beziehungsweise Dosierungen, abhängig vom jeweiligen Produkt und der Anwendung.
Gerade im professionellen Einsatz kann das relevant sein: Je ergiebiger ein einzelnes Refill ist, desto seltener muss nachgefüllt werden. Dadurch können sich nicht nur der organisatorische Aufwand für Housekeeping oder Facility Management, sondern auch die damit verbundenen Refill- und Prozesskosten reduzieren.
So verbindet LESSEAU mehrere Aspekte miteinander: wiederverwendbarer Dispenser, festes und ergiebiges Produkt, weniger Refill-Aufwand, kontrollierte Dosierung und modernes Design.
Gerade für Hotels ist diese Kombination interessant. Der Dispenser bleibt dauerhaft im Bad oder in der Dusche, während lediglich das feste Produkt bei Bedarf ersetzt wird. Gleichzeitig kann das System Teil des visuellen Gesamtkonzepts des Hotelbades werden und damit Funktionalität und Gestaltung miteinander verbinden.
Was unterscheidet feste Dispenser-Lösungen von klassischen Flüssigspendern?
Natürlich können Hotels auch klassische Flüssigspender verwenden. Sie werden auch künftig eine wichtige Rolle spielen.
Der Ansatz mit festen Produkten geht jedoch in eine andere Richtung.
Hier wird nicht nur die kleine Flasche durch einen größeren Flüssigbehälter ersetzt. Auch das Produkt selbst verändert sich.
Ein konzentrierter fester Refill ist kompakt und benötigt nicht das gleiche Volumen wie ein wasserreiches Flüssigprodukt. Das kann insbesondere bei großen Hotelgruppen oder Standorten mit hohem Verbrauch interessant sein, weil neben der Verpackung auch Lagerung, Transport und Nachfüllprozesse betrachtet werden können.
Das macht feste Produkte nicht automatisch für jede Anwendung zur besseren Lösung. Aber sie schaffen eine zusätzliche Option, die bisher in vielen Hospitality-Konzepten kaum berücksichtigt wurde.
Besonders interessant für Hotels und Hotelgruppen
Hotels müssen bei Kosmetik- und Hygieneprodukten mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllen.
Die Produkte müssen einfach in der Handhabung sein, zuverlässig funktionieren und für die Gäste angenehm anzuwenden sein. Gleichzeitig spielen Design, Markenauftritt, Housekeeping-Prozesse, Lagerung und zunehmend auch Verpackungsreduktion eine Rolle.
Gerade deshalb sind Lösungen interessant, die mehrere dieser Anforderungen miteinander verbinden.
LESSEAU kann beispielsweise für Handseife, Shampoo sowie Hair-&-Body-Anwendungen eingesetzt werden.
Für den Handwaschbereich ermöglicht eine Soap Bar laut LESSEAU mehr als 350 Dosierungen, abhängig vom jeweiligen Produkt und der Anwendung.
Auch für den Duschbereich stehen Lösungen für feste Hair-&-Body-Produkte zur Verfügung.
Das macht das Konzept nicht nur für einzelne Boutique-Hotels interessant. Auch für Hotelgruppen kann ein standardisiertes Dispenser-System in Verbindung mit individuellen Produkten eine Möglichkeit sein, die eigene Hotelkosmetik neu aufzustellen.
Private Label: Hotelkosmetik passend zur eigenen Marke
Besonders interessant wird das Konzept, wenn nicht einfach ein bestehendes Standardprodukt eingesetzt werden soll.
Velvety entwickelt und produziert feste Kosmetik- und Pflegeprodukte und kann diese auch als individuelle Private-Label-Produkte umsetzen.
So können beispielsweise feste Produkte für Handwäsche, Shampoo, Hair & Body oder Duschpflege entwickelt und auf die Anforderungen des jeweiligen Kunden abgestimmt werden.
Je nach Projekt können dabei unter anderem Rezeptur, Duft, Produkteigenschaften und Markenpositionierung individuell gestaltet werden.
Für Hotels und Hotelgruppen entsteht dadurch die Möglichkeit, nicht nur einen funktionalen Dispenser einzusetzen, sondern ein eigenes Produktkonzept darum aufzubauen.
Denn Hotelkosmetik ist längst mehr als nur ein notwendiges Produkt im Badezimmer.
Duft, Haptik, Anwendung und Design sind Teil des Gästeerlebnisses und können dazu beitragen, eine Marke auch im Hotelzimmer erlebbar zu machen.
Ein individuelles Private-Label-Konzept kann deshalb Verpackungsreduktion mit der eigenen Markenidentität verbinden.
LESSEAU × INUANA: Dispenser und feste Kosmetik kombiniert
Neben individuellen Private-Label-Produkten können auch bestehende feste Pflegeprodukte von INUANA – a brand by Velvety Teil eines solchen Konzepts sein.
LESSEAU bringt dabei die Dispenser-Technologie ein, Velvety die Erfahrung in der Entwicklung und Produktion fester Kosmetikprodukte.
Je nach Anwendung kann daraus eine Kombination aus Dispenser, festem Pflegeprodukt und Refill-Konzept entstehen.
Für B2B-Kunden kann auf dieser Basis wiederum eine individuelle Private-Label-Lösung entwickelt werden.
Damit lassen sich sowohl bestehende Produktkonzepte nutzen als auch vollständig kundenspezifische Lösungen umsetzen.
Feste Produkte sind nicht nur für Hotels interessant
Die Veränderungen durch die PPWR machen das Thema im Hospitality-Bereich aktuell besonders relevant. Der grundsätzliche Ansatz geht jedoch weit darüber hinaus.
Überall dort, wo Handseife, Shampoo, Duschpflege oder ähnliche Produkte regelmäßig und in größeren Mengen eingesetzt werden, können feste Produkte und wiederverwendbare Dispenser interessant sein.
Dazu gehören beispielsweise Fitnessstudios, Spa- und Wellnesseinrichtungen, Büros und Unternehmen, Gastronomiebetriebe, öffentliche Waschräume oder andere Einrichtungen mit einem regelmäßigen Bedarf an Hygiene- und Pflegeprodukten.
Auch hier stellt sich zunehmend die Frage, ob für jede Anwendung ein klassisches Flüssigprodukt in einer Einwegverpackung notwendig ist – oder ob sich Produkt und Anwendung anders gestalten lassen.
Die PPWR als Impuls, Verpackung neu zu denken
Die PPWR wird in den kommenden Jahren viele Unternehmen dazu bringen, bestehende Verpackungskonzepte zu überprüfen.
Dabei wäre es zu kurz gedacht, lediglich eine Einwegverpackung durch eine andere Verpackung zu ersetzen.
Die interessantere Frage ist, ob sich auch das Produkt oder die Art seiner Anwendung verändern kann.
Im Hospitality-Bereich wird es deshalb wahrscheinlich nicht die eine Lösung geben.
Nachfüllbare Flüssigspender, größere Gebinde, Refill-Systeme und neue Verpackungsformen werden ebenso eine Rolle spielen wie feste und konzentrierte Kosmetikprodukte.
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Produkt, Anwendungsbereich und Geschäftsmodell ab.
Feste Kosmetik erweitert dabei die Möglichkeiten – insbesondere dann, wenn sie nicht als klassisches einzeln verpacktes Produkt gedacht wird, sondern mit einem wiederverwendbaren Dispenser kombiniert wird.
LESSEAU zeigt, wie ein solches Konzept in der Praxis aussehen kann.
Fazit: PPWR verändert die Verpackungslogik im Hospitality-Bereich
Die PPWR wird die Bereitstellung von Kosmetik- und Hygieneprodukten in Hotels verändern.
Ab dem 1. Januar 2030 werden bestimmte Einwegverpackungsformate für definierte Anwendungen im Beherbergungssektor eingeschränkt. Klassische Hotel-Miniaturen müssen deshalb zunehmend durch andere Lösungen ersetzt werden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass lediglich von kleinen auf größere Verpackungen umgestellt werden muss.
Feste Kosmetik- und Pflegeprodukte eröffnen eine zusätzliche Möglichkeit, Produkt, Verpackung, Logistik und Anwendung gemeinsam neu zu denken.
Mit LESSEAU können feste Produkte mit einem wiederverwendbaren Dispenser verbunden werden. In Kombination mit bestehenden INUANA Produkten oder individuell entwickelten Private-Label-Produkten von Velvety lassen sich daraus Lösungen entwickeln, die auf den jeweiligen Einsatzbereich und die Marke des Kunden abgestimmt sind.
Die PPWR schafft damit nicht nur neue regulatorische Anforderungen. Sie kann auch der Anstoß sein, bestehende Produktkonzepte grundlegend zu hinterfragen und neue Lösungen für die Hotelkosmetik zu entwickeln.
Häufige Fragen zur PPWR und Hotelkosmetik
Werden Shampoo-Miniaturen in Hotels ab 2030 verboten?
Ab dem 1. Januar 2030 dürfen bestimmte Einwegverpackungen für Kosmetik-, Hygiene- und Toilettenprodukte im Beherbergungssektor nicht mehr in Verkehr gebracht werden, wenn sie für eine einzelne Buchung vorgesehen sind und vor der Ankunft des nächsten Gastes entsorgt werden sollen. Dazu können beispielsweise klassische kleine Shampoo-Flaschen gehören.
Sind Dispenser nach der PPWR vorgeschrieben?
Nein. Die PPWR schreibt Hotels kein bestimmtes Dispenser-System vor. Dispenser und Refill-Konzepte sind mögliche Alternativen zu den von den Beschränkungen betroffenen Einwegverpackungen.
Können feste Kosmetikprodukte eine Alternative für Hotels sein?
Ja. Feste Shampoo-, Dusch- oder Handwaschprodukte können insbesondere in Kombination mit wiederverwendbaren Dispensern oder Refill-Konzepten eine interessante Alternative darstellen. Welche Lösung geeignet ist, hängt vom jeweiligen Produkt und Anwendungsfall ab.
Sind LESSEAU Dispenser automatisch „PPWR-konform“?
Eine pauschale Aussage zur PPWR-Konformität eines einzelnen Systems sollte vermieden werden. Entscheidend sind das konkrete Produkt, die verwendete Verpackung und die jeweilige Anwendung. LESSEAU bietet jedoch einen Ansatz, bei dem ein wiederverwendbarer Dispenser mit festen Nachfüllprodukten kombiniert wird und dadurch klassische Einweg-Miniaturen reduziert oder ersetzt werden können.
Sind Private-Label-Lösungen für Hotels möglich?
Ja. Velvety entwickelt und produziert feste Kosmetikprodukte auch als Private Label. Je nach Projekt können beispielsweise feste Produkte für Handwäsche, Shampoo, Hair & Body oder Duschpflege individuell entwickelt und auf die Marke und Anforderungen des jeweiligen Kunden abgestimmt werden.
Interesse an einer individuellen Lösung?
Sie möchten prüfen, wie feste Kosmetikprodukte, LESSEAU Dispenser oder individuelle Private-Label-Hotelkosmetik für Ihr Hotel, Ihre Hotelgruppe oder einen anderen professionellen Anwendungsbereich eingesetzt werden können?
Wir beraten Sie gerne bei der Entwicklung einer passenden Produkt- und Dispenser-Lösung.
Die Welt der Kosmetik
Möchten Sie einmal im Quartal News zum Thema Kosmetik per E-Mail erhalten?
